• Mysterium Elektroauto

Das Auto hat einen bereits über 100 Jahre währenden Siegeszug hinter sich. Bislang waren die Vorzeichen für dessen Fortsetzung stets günstig. Das Öl als Treibstoff war meist günstig und reichlich zu haben, und die Autoindustrie hatte ein sicheres Gespür dafür, wie sie die Bedürfnisse der Verbraucher befriedigen kann.

Doch das Blatt wendet sich. Immer mehr Menschen auf der ganzen Welt können beziehungsweise wollen mobiler werden. Rohstoffe werden zugleich teurer und knapper. Die ökologischen Entwicklungen und die Erwartungen der Verbraucher zwingen Hersteller dazu, andere Mobilitätskonzepte zu entwickeln und saubere Antriebstechniken zu forcieren. Nicht zuletzt die „Dieselgate-Affäre“ hat das Vertrauen in die Versprechen der Branche erschüttert.

Das Auto als solches wird das wichtigste Fortbewegungsmittel in unserer Gesellschaft bleiben. Aber es muss anders werden. Die logische Konsequenz: das Elektroauto. 2012 hat sich das Automobilbarometer erstmals mit dem alternativen Antrieb beschäftigt. Damals waren es erst wenige, die ihm eine glänzende  Zukunft vorausgesagt haben. Seitdem hat sich einiges getan. Inzwischen rücken sowohl Politiker als auch Ingenieure weltweit den Elektroantrieb in den Fokus. Elektromobilität gilt als eines der großen Trendthemen der Branche.

Doch ist das Elektroauto wirklich der viel zitierte Heilsbringer? Und wie steht es heute um die Akzeptanz und die Kaufbereitschaft beim Autofahrer?

Auf diese Fragen wollten wir konkrete Antworten. Mit unserem aktuellen Automobilbarometer haben wir uns den Markt für Elektroautos näher angesehen und bei den Konsumenten auf der ganzen Welt nachgehört. Glauben sie, dass das Elektroauto eine Zukunft hat? Welches Image verbinden sie mit dem neuen Antrieb? Und was sind die Hauptgründe, warum sie selbst noch nicht zugreifen?

Die Ergebnisse machen eines deutlich: Soll sich das Elektroauto in der Breite durchsetzen und eine Selbstverständlichkeit werden, müssen Regierungen, Hersteller und Händler, aber auch die Verbraucher umdenken.

Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre und viele interessante Erkenntnisse.

Gerd Hornbergs
CEO Consors Finanz