• Konsum in Europa: vertrauen auf neuen wegen

In der Wirtschaft gilt Vertrauen als unverzichtbare Voraussetzung für Wachstum. Denn von diesem Vertrauen sind sowohl der Konsum der Haushalte als auch die Investitionen derUnternehmen abhängig. Wenn allgemeine Unsicherheit herrscht, zögern die Wirtschaftsakteure eher und bremsen so das Wachstum. Tatsächlich scheint in den meisten europäischen Ländern das Vertrauen seit der Krise 2008 immer mehr geschrumpft zu sein. Eine wichtige Frage ist nun, wie das verlorene Vertrauen wiederhergestellt werden kann. Daher befasst sich das Konsumbarometer 2017 mit dem Vertrauen in Europa. Es ist zwar auf einem niedrigen Stand. Doch längst ist nicht alles verloren.

Zunächst, weil es nach wie vor Gruppen gibt, denen die Europäer vertrauen. Familie, Freunde und Online-Communitys sind vertrauenswürdige Informationsquellen für die stets unentschlossenen Verbraucher.

Aber auch Marken spielen eine wichtige Rolle – das ist das zweite positive Ergebnis der aktuellen Studie. Unter bestimmten Voraussetzungen sind sie in der Lage, das notwendige Vertrauen zu erzeugen. Doch die Verbraucher haben höhere Ansprüche als je zuvor. Sie lassen keine Fehler durchgehen. Eine Enttäuschung, eine kleine Ungereimtheit im Kundenkontakt, und die ganze Markenbeziehung wird infrage gestellt. Eine vertrauensvolle Beziehung zu Kunden aufzubauen, kostet viel Zeit. Aber sie kann in nur wenigen Sekunden zerstört werden.

Wie also können Marken mit ihren Kunden eine Vertrauensbeziehung aufbauen und sie vor allem erhalten?

Dieser Frage werden wir im Folgenden nachgehen. Wir wünschen Ihnen spannende Einblicke in die Ergebnisse der Studie.

Paul Milcent, CEO Consors Finanz und Gerd Hornbergs, Geschäftsführer Consors Finanz