• Konsumbarometer 2019

    Europa

Seit geraumer Zeit findet man in ganz Europa Local-Food-Bewegungen. Gegessen und konsumiert wird nur, was in der Region wächst oder hergestellt wird. In den Städten unterstützen Urban Gardener diese Entwicklung. In Hinterhöfen, auf Hochhausdächern oder alten Industriebrachen bauen sie ihr eigenes Gemüse oder Obst an. Was viele anfangs noch in die Öko-Ecke gestellt haben, wird zunehmend Normalität. Immer mehr Europäer legen Wert auf regionale Nahrungsmittel, Produkte und Dienstleistungen. In Zeiten zunehmender Globalisierung und Industrialisierung scheint die Sehnsucht nach Vertrautheit, Natürlichkeit, Authentizität und Sicherheit zu wachsen. Man möchte wissen, was man konsumiert, und zugleich die eigene Region und die Wirtschaft vor Ort stärken. Zudem steigt ganz massiv das Bedürfnis, einen eigenen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Höchste Zeit also, dass wir uns diese Entwicklung einmal genauer anschauen. Welche Bedeutung hat „Regionalität” für den europäischen Konsumenten? Wie entwickelt sich der Trend in den einzelnen Ländern und welche Produkte kommen überhaupt für den regionalen Konsum in Frage? Warum entscheiden sich die Käufer für regionale Produkte und was sind auf der anderen Seite Kaufhindernisse?
Auf diese und ähnliche Fragen gibt die diesjährige Ausgabe des Konsumbarometer Antworten – und weist damit zugleich Unternehmen und Handelsketten eine Richtung. Denn sie müssen auf veränderte Anforderungen und Bedürfnisse ihrer Kunden eingehen, um ihre Marktposition zu sichern.

Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre und viele interessante Erkenntnisse.
Gerd Hornbergs
CEO Consors Finanz