• Im Fokus

Regionale Produkte kommen raus aus der Nische

  • Zwei Drittel der Europäer sehen Bedeutung von regionalen Produkten im Handel wachsen.
  • Konsumenten erwarten größeres regionales Engagement von allen Akteuren im Markt.

Die Studie hat die Einstellung der Europäer zu regionalen Produkten insgesamt untersucht. Dabei hat sich gezeigt, dass die Befragten generell großes Vertrauen in heimische Produkte haben und regionale Erzeugnisse schätzen.

Aus Sicht von 69 % hat sich das Angebot an regionalen Waren dabei in den vergangenen Jahren insgesamt vergrößert.

  • Das gilt vor allem für regionale Lebensmittel: deren Angebot wird im Handel von 93 % der Befragten wahrgenommen wird.
  • Im Vergleich: Bei Möbeln glauben nur 59 %, dass Erzeugnisse verfügbar sind, bei Bekleidung 54 %.

Das Angebot ist weiter ausbaufähig:

  • 55 % der Befragten glauben, dass regionale Produkte bislang nur bei bestimmten Händlern und Vertriebswegen zu finden sind.
  • Gleichzeitig ist es 95 % wichtig, dass der Kauf regionaler Produkte besonders gefördert und unterstützt wird.

Regional einkaufen: beliebt, aber teurer

  • Rund 60 % der Verbraucher sind bereit, für heimische Erzeugnisse mehr zu bezahlen.
  • Zugleich ist der Preis der Hauptgrund, wenn Verbraucher regionale Produkte meiden.

Regionale Produkte stehen bei europäischen Verbrauchern hoch im Kurs. Die überwiegende Mehrheit, 89 %, gibt an, dass sie Erzeugnisse aus ihrer Region sehr schätzen. Besonders angetan sind Österreicher (93 %) und Deutsche (92 %).

Mit regionalen Produkten verbinden sie vor allem:

  • gute Qualität und Umweltaspekte

Verantwortungsvoller Konsum hat seinen Preis

  • 64 % der Befragten empfinden Regionales als teuer. In Deutschland sagen das 57 %. 
  • Für 47 % der europäischen und 52 % der deutschen Verbraucher ist es der Preis, weswegen sie bei regionalen Produkten abwinken.
  • Auf der anderen Seite geben 61 % der europäischen beziehungsweise 59 % der deutschen Konsumenten an, dass sie für ein regionales Produkt durchaus mehr bezahlen würden.
  • Davon wären in Deutschland 27 % mit einem Preisaufschlag von bis zu fünf Prozent einverstanden, 73 % würden sogar noch höhere Kosten akzeptieren (Europa: 35 bzw. 65 %).

Regionale Produkte sind im Kommen

Regionale Produkte finden bei den europäischen Konsumenten immer größeren Zuspruch. Eine große Mehrheit bringt heimischen Erzeugnissen großes Vertrauen entgegen, egal, ob sie

  • in der Region (93 %, Deutschland 95 %) oder
  • im Land (94 %, Deutschland 94 %) hergestellt wurden.

Alleine ein europäischer Ursprung ruft bei 75 % der Befragten positive Assoziationen hervor. Zum Vergleich: Bei US-amerikanischen Produkten sagen das 61 %, bei chinesischen Produkten lediglich 26 %.

An regionalen Produkten schätzen die Verbraucher
Europa in %
Deutschland in %
Qualität:
84
89
Gut für die Umwelt:
63
66
Positive Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft:
77
80
Positive Auswirkung auf den Arbeitsmarkt
70
64

Beim Konsum regionaler Produkte geht es um Werte

Motive, die die eurpäischen und deutschen Verbraucher tatsächlich zu regionalen Produkten greifen lassen:

  • 49 Prozent bevorzugen heimische Erzeugnisse, weil sie damit die lokale Wirtschaft unterstützen.
  • 43 Prozent wollen die Arbeitsplätze sichern.
  • Für 35 Prozent spielt die Qualität der Produkte eine Rolle.
  • 25 Prozent handeln aus ökologischen Motiven.

„Händler müssen sich Gedanken um sinnvolle Vertriebskonzepte machen und wir Verbraucher um unsere Kaufmotive. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Klimawandels wird es immer entscheidender, bewusst zu konsumieren und die eigenen Entscheidungsgründe möglicherweise anders zu gewichten."
Gerd Hornbergs, CEO von Consors Finanz

„Die Grundeinstellung der Konsumenten verändert sich. Immer mehr Verbraucher scheinen offenbar ihr Kaufverhalten zu hinterfragen und erkennen, dass Qualität und verantwortungsvoller Konsum nicht zu Billigpreisen zu haben sind“. Dr. Anja Wenk, Deputy CEO B2B von Consors Finanz

Kontaktieren Sie uns

Sie haben Fragen zur Studie? Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Wir helfen Ihnen gerne weiter.