• Zahl der Woche

Regionale Produkte werden geschätzt

Die Europäer bringen ihren regionalen Erzeugnissen viel Wertschätzung entgegen.

  • 89 % der Europäer mögen sie.
  • Österreicher, Deutsche, Italiener und Rumänen sind besonders angetan (93 %, 92 %, 92 % und 90 %),
  • Norweger und Dänen zeigen sich etwas verhaltener (74 % und 79 %).

Regionaler Produkte - eine Konsumform, die sozialen Zusammenhalt fördert

Der Konsum regionaler Produkte kann auch eine soziale Dimension haben:

  • Für 30 % der europäischen Verbraucher steht dieser Aspekt beim Kauf eines regionalen Produkts im Vordergrund.
  • Das gilt vor allem für Ungarn. Mit 54 % liegen die ungarischen Verbraucher über dem europäischen Durchschnitt.
  • Bei den österreichischen und norwegischen Verbrauchern spielt die soziale Komponente hingegen eine geringere Rolle (20 % und 23 %).

  • Auch die deutschen Konsumenten liegen mit 26 % unter dem europäischen Durchschnitt.

Beim Kauf werden heimische Produkte bevorzugt

  • Jeder zweite Befragte wählt beim Kauf Produkte aus dem eigenen Land.
  • Lediglich 18 % entscheiden sich für ein Produkt aus der eigenen Region.
  • Für 22 % der befragten Europäer beeinflusst die Herkunft nicht die Kaufentscheidung.

  • In Italien und Bulgarien werden Produkte aus dem eigenen Land besonders stark bevorzugt (65 % und 62 %).
  • In Österreich, Deutschland und Spanien – allesamt Länder mit starken regionalen Strukturen – haben die Konsumenten eine Vorliebe für regional hergestellte Produkte (33 %, 29 % und 24 %).
  • Für die Dänen, Bulgaren, Tschechen und Slowaken hat dieses Kriterium hingegen eine sehr geringe Bedeutung (4 %, 7 %, 7 % und 8 %).
  • Für 34 % der belgischen Konsumenten spielt die Produktherkunft eine untergeordnete Rolle.

Nähe schafft Vertrauen

Die europäischen Konsumenten haben großes Vertrauen in heimische Produkte, egal, ob sie in der Region (93 %) oder im Land (94 %) produziert wurden. Auch europäische Produkte (75 %) liegen hoch im Kurs. Bei Produkten aus den USA sind es immerhin noch  61 %. Weit zurück liegen dagegen die Herkunftsländer Südkorea und China, die lediglich auf 39 % bzw. 26 % der Verbraucher vertrauenserweckend wirken.

  • Die Bewohner der Iberischen Halbinsel vertrauen besonders Produkten mit europäischer Herkunft (91 % Portugal und 85 % Spanien).
  • Rumänen, Portugiesen und Briten verlassen sich dagegen eher auf US-amerikanische Produkte.
  • Südkoreanische und chinesische Produkte finden in Norwegen (57 % und 45 %) und in Großbritannien (50 % und 45 %) das meiste Vertrauen.

  • Deutschland: Hier entspricht das Vertrauen in regionale Produkte (94 %) sowie in heimische Produkte (95 %) in etwa dem europäischen Durchschnittswert.

Regionale Produkte: Regional im Westen, national im Osten

Europäische Konsumenten definieren den Begriff „regionale Produkte“ sehr unterschiedlich.

  • Für 64 % sind es Produkte aus der Region, in der sie leben.
  • 31 % verbinden damit Produkte aus ihrem Land. Westeuropäische Konsumenten tendieren zu einer mehr „regionalen“ Sichtweise.
  • Für mittelosteuropäische Konsumenten sind „regionale Produkte“ mehr nationale bzw. europäische Produkte.
  • In Deutschland sind es für 85 % der Verbraucher Produkte aus der unmittelbaren Region.